Leben in
Sierra Leone

Sierra Leone ist eines der ärmsten Ländern der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) belegt es Platz 181 von 189. Armut, Krankheit und Perspektivlosigkeit bestimmen das Leben der Menschen.

Die Not der Bevölkerung

Gebeutelt von dem Bürgerkrieg in den Jahren 1991 bis 2002 und der Ebola-Epidemie 2014/15 herrscht vielerorts Hoffnungslosigkeit.  Die Folgen sind bis heute schmerzlich spürbar. 

Die Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze, hungern und finden keine Arbeit. Beschneidung und Frühverheiratung sind weit verbreitet. Die Jugendarbeitslosigkeit ist mit 70 Prozent sehr hoch. Dazu kommt, dass viele Familien durch die Ebola-Epidemie zerrissen sind. Mütter und Väter sind gestorben. Viele Kinder verwaisten. Großes Elend beherrscht das Land - physisch wie psychisch.

Projektarbeit

Nachdem wir während der Ebola-Krise Nothilfe leisteten, wird das Land seit 2016 dauerhaft von uns unterstützt. Dazu wurde 2015 die lokale Organisation Village Community Development (VCD) gegründet. In Zusammenarbeit mit ora Kinderhilfe  lindert VCD das Leid der Menschen und generiert Einkommen schaffende Maßnahmen - bisher in 3 Miles im Landesinneren und in Grafton und Makaimba in der Nähe von der Hauptstadt Freetown. Allen Projekten ist gemeinsam, dass es ein ora-Patenschaftsprogramm gibt. Da wir die Menschen in Makaimba erst seit Anfang 2021 unterstützen, gibt es dort noch keine Einkommen schaffenden Maßnahmen.

Kinder lernen in der "Victory Academy"
Kinder lernen in der "Victory Academy"

3 Miles 

Im Dorf "3 Miles" betreiben wir zwei Landwirtschaftsprojekte. Die Eltern der ora-Patenkinder arbeiten gemeinsam auf den vier Farmen, auf denen Gemüse und Erdnüsse angebaut werden. Die Ernte wird jeweils gedrittelt; ein Teil geht als Lebensmittelbeihilfe direkt an die Familien, ein Teil wird verkauft und die Erlöse werden den Mitarbeitenden als Lohn ausgezahlt und ein Teil wird als neues Saatgut verwendet. Die Eltern lernen zudem ökologische und moderne Anbaumethoden kennen, die sie auch auf ihrem eigenen Stück Land anwenden können.

 

Neben der Kirche, die wir errichtet haben und die auch als Versammlungsraum dient, konnten wir 2019 in "3 Miles" eine Schule, die "Victory Academy", eröffnen. Dort können nun 150 Kinder lesen und schreiben lernen. Auch den Eltern bedeutet die neue Schule sehr viel. Sie möchten, dass es ihre Kinder einmal besser haben als sie.

Frauen in unserer Bäckerei
Frauen in unserer Bäckerei

Grafton 

In Grafton haben wir 2017 eine Bäckerei eröffnet, die als Ausbildungsbetrieb dient. Junge Frauen erlernen dort das Handwerk und können so später selbst für sich und ihre Familien sorgen. Die Ausbildung schließt mit einem Zertifikat ab – was für dortige Verhältnisse etwas besonderes ist.

In der Bäckerei werden hauptsächlich Bananenbrot und „Rich Cake“ gebacken. Die Frauen verkaufen die Waren an Passanten und auf kleinen Märkten.

 

Außerdem gibt es eine Fußballmanschaft. Dort finden ca. 30 Jugendliche nach der Schule eine sinnvolle Beschäftigung und lernen spielerisch Fair Play und Disziplin. 

Makaimba

Kinder in Makaimba.
Kinder in Makaimba.

Im bitterarmen Fischerdorf Makaimba unterstützen wir die 1.000 Dorfbewohner mit Lebensmitteln. Bisher bilden Ernährungssicherheit und sauberes Trinkwasser die größten Herausforderungen für die Bevölkerung. Die Kinder und Erwachsenen werden seit Anfang 2021 von uns mit dem Nötigsten versorgt. Zudem werden die Kinder in ihrem Schulbesuch in der dortigen Dorfschule mit Schulmaterialien und einer täglichen Schulmahlzeit unterstützt. Einige Mütter kochen das tägliche Essen. So verdienen sie automatisch auch etwas Geld und können die Lebensumstände für sich und ihre Familien verbessern. Mittel- und langfristig ist es unser Ziel, die Infrastruktur des Dorfes für alle Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern.

Patenschaftsprogramm

Derzeit sind etwa 180 Kinder in unserem ora-Patenschaftsprogramm. Sie erhalten gesunde Nahrung, Kleidung und Schulmaterialien. Auch die medizinische Versorgung wird gewährleistet.

 

Um die Projekte weiter ausbauen und besonders neben den Kindern, auch den Familien weiter helfen zu können, braucht es weitere Patinnen und Paten. Sie sichern den Ausbau der Projekte wie zum Beispiel der Schule und ermöglichen damit eine Perspektive.

Wir würden gerne noch viel mehr helfen. Unterstützen Sie uns dabei!

©  2021 by ora Kinderhilfe international e. V.

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