Leben in Moldawien

Moldawien ist das Armenhaus Europas. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung gelten als arm.

Seit die Republik 1991 seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion erklärt hat, sind durch Korruption und Streitigkeiten in der Regierung weder der politische noch der wirtschaftliche Aufschwung gelungen. Arbeitsplätze werden kaum geschaffen und viele Menschen sind bereits ausgewandert.

Die Not der Bevölkerung

Moldawien ist eines der Länder mit der höchsten Anzahl an Arbeitsemigranten. Zurück bleiben die Kinder und die Alten. Schätzungen belaufen sich auf 200.000 Kinder, die elternlos in Heimen oder auf der Straße leben müssen. Die älteren Menschen haben niemanden, der sich um sie kümmert. Krank und pflegebedürftig fristen sie oft ein einsames Dasein.

Projektarbeit

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in dem Errichten von Kindertagesstätten. Momentan betreiben wir fünf Kindertageszentren. Vier nördlich der Hauptstadt Chisinau; in Zberaioa, in Ivancea, in Chiperceni (das sog. „Walkerhaus“), in Valcinet (das sog. "Estherhaus”) und eines südlich der Hauptstadt in Chircaiesti.

Außerdem betreiben wir ein Sozialzentrum für ältere Menschen. Dort wird bedürftigen Senioren mit Lebensmitteln, medizinischer Pflege und menschlicher Zuwendung geholfen.

 

Regelmäßig senden wir auch Sachspenden nach Moldawien. Vier Mal im Jahr kommt unser LKW und bringt 18 Tonnen Lebensmittel, Kleidung, Hygieneartikel, Medikamente, Schulmaterial und Säuglingsnahrung. Diese werden gerecht unter den Empfängern aufgeteilt und helfen ihnen, das tägliche Überleben zu sichern.

Seit 2012 betreiben wir in Moldawien auch ein Landwirtschaftsprojekt. Es verhindert, dass die Eltern auf der Suche nach Arbeit das Land verlassen müssen und sorgt bei den teilnehmenden Familien für ein regelmäßiges Einkommen. Das Projekt ist durch die großzügige Unterstützung von Alfred Walker entstanden.

 

In Chircaiesti werden auf 333 Hektat gutem Schwarzboden Weizen, Gerste, Mais udn Sonnenblumen angebaut. Die Ernte wird verkauft, die Erlöse fließen als Löhne zu den Familien, in neues Saatgut und in die Kindertagesstätten und Kinderheime, die ora Kinderhilfe betreibt.

Patenschafts­programm

Viele Eltern sind so verzweifelt, dass sie nur noch eine Lösung sehen. Auf der Suche nach Arbeit lassen sie ihre Kinder allein zurück, sich selbst überlassen, hilflos und verzweifelt. Im besten Fall bleiben die Kinder bei den Großeltern. Es sind hauptsächlich diese Kinder, die in unseren Kindertagesstätten eine warme Mahlzeit, Hausaufgabenbetreuung und vor allem menschliche Wärme bekommen. Derzeit haben wir 234 Kinder in unserem Patenschaftsprogramm.

Wir würden gerne noch viel mehr helfen.
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