Eine Million Flüchtlinge im Libanon

Laut UN-Angaben leben derzeit etwa 1,5 Millionen Flüchtlinge neben 5 Millionen Libanesen. Nach Meinung vieler Libanesen ist das Land am Rande seiner Belastbarkeit: Es hat gewaltige eigene Probleme. Der Staat im Nahen Osten leidet unter einer korrupten, ineffizienten Verwaltung. Die zerstrittenen Parlamentarier machen alles andere, nur keine Politik. Es herrschen eine Elektrizitätskrise, eine Wasserkrise und auch eine bei der Müllabfuhr. Viele Libanesen kommen selbst kaum über die Runden. Mit ihren niedrigen Löhnen können sie die hohen Lebenshaltungskosten kaum bestreiten.

Die Not der Flüchtlinge

Seit sechs Jahren herrscht in Syrien Krieg. Über fünf Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die meisten von ihnen suchen Schutz im angrenzenden Libanon. Die Flüchtlinge fristen ein trauriges Dasein. Viele haben unaussprechliches Leid durch den Terror des sogenannten Islamischen Staates erlebt. Traumatisiert und nur mit dem, was sie auf dem Leibe trugen, sind sie über die Berge in die Bekaa-Ebene geflohen. Hier hausen sie in Zelten oder Ställen.

 

Vermietet wird alles, was ein Dach hat. Viele der Familien können sich die Miete nicht leisten. Wenn sie nicht vorher schon arm waren, so sind sie es jetzt: Eine staatliche Unterstützung gibt es für Flüchtlinge nicht. Der andauernde Krieg hat ihre privaten Ersparnisse über die Zeit aufgefressen. Arbeiten ist den Flüchtlingen im Libanon verboten. Werden sie bei Schwarzarbeit erwischt, werden sie abgeschoben oder kommen ins Gefängnis. Sie sind angewiesen auf Hilfslieferungen. Anders können sie kaum überleben.

Die Flüchtlinge leiden unter Hunger und Armut. Besonders für die Kinder ist es schwer. Sie verstehen nicht, was passiert ist und warum ihre Eltern mit ihnen fliehen mussten. Sie leiden unter dem Verlust ihres vertrauten Umfeldes. Viele Jungen und Mädchen haben Schreckliches durchgemacht. Nicht wenige leiden unter posttraumatischen Belastungsstörungen.

Unsere Hilfe im Libanon

An über 1.000 Familien verteilen wir monatlich Lebensmittelpakete und Hygieneartikel. Auch mit Kleidung und Medikamenten statten wir die Menschen aus. Mit unserem Projektpartner bauen wir vor Ort Notunterkünfte und statten diese mit Öfen, Decken und anderen Utensilien aus. Die Öfen benötigen Heizdiesel, deshalb verteilen wir auch Dieselgutscheine.

Um den Kindern bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse zu helfen, unterhalten wir in einigen Flüchtlingslagern "Kinderzelte". Dort können die Kinder spielen, lernen, malen und basteln. Die dortigen Mitarbeiter bemühen sich, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und sie die schlimmen Erfahrungen einen Augenblick lang vergessen zu lassen.

 

Sie ermutigen die Kinder, über ihre Gefühle zu reden und bringen ihnen bei, wie man gewaltfrei miteinander umgeht. Die Mädchen und Jungen werden ihn ihrem Selbstbewusstsein gestärkt, lernen den verantwortlichen Umgang mit sich selbst und entwickeln ein Bewusstsein dafür, wann Gewalt anfängt und wie man sich vor ihr abgrenzt.

Wir würden gerne noch mehr helfen. Bitte helfen Sie dabei!

 

Mit einer Spende von 65 Euro versorgen Sie eine 6-köpfige Familie einen ganzen Monat lang mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln.

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