Kinari - Leben in Kenia

Kenia gilt als wirtschaftlicher Motor Ostafrikas: Touristen werden von den reichen Schätzen der Natur und idyllischen Stränden angezogen, in aller Welt werden Schnittblumen aus Kenia gekauft sowie Kaffee und Tee aus Kenia getrunken.

Die Not der Bevölkerung

Die beachtliche wirtschaftliche Kraft des Landes aber kann über seine Probleme nicht hinwegtäuschen. Jeder zweite Kenianer lebt unterhalb der Armutsgrenze, jeder Vierte muss gar mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen.

 

Die häufigen Dürren verschlimmern die Lage noch: Auf den kargen und trockenenen Böden kann nichts gedeihen, die Menschen müssen hungern und können die Schulgebühren für ihre Kinder nicht aufbringen. 

Projektarbeit

Wir arbeiten in Kenia mit dem Projektpartner „Vineyard Economic Empowerment“ zusammen. Wir unterhalten drei Projekte der Entwicklungszusammenarbeit. In Kinari (ca. 90 km nördlich der Hauptstadt Nairobi), in Karangatha (ca. 80 km nördlich von Nairobi) und in Ilbisil (ca. 120 km südlich der Hauptstadt Nairobi).

Kinari

In Kinari arbeiten wir mit einheimischen Bauernfamilien zusammen. Sie leben nur von dem, was sie auf ihren Feldern ernten - meistens viel zu wenig. Armut, Hunger und Elend sind die Folge.

 

Die Anbaumethoden stammen häufig noch aus dem vorletzten Jahrhundert, das Saatgut ist minderwertig, hochwertiger biologischer Dünger ist kaum vorhanden. Dazu kommt, dass es keine Lagermöglichkeiten für die Ernte gibt und z.B. die Kartoffeln ungesäubert direkt an der Straße verkauft werden müssen. Als ora Kinderhilfe schulen wir die Bauern vor Ort in fortschrittlicheren Anbaumethoden. Zusätzlich schaffen wir Lagermöglichkeiten für die Ernte. Dadurch können die Familien höhere Einkommen erzielen und ihre Kinder eine Schulausbildung ermöglichen bzw. medizinisch versorgen lassen. In Kinari ermöglichen wir so ca. 40-50 Familien mit ca.100 Kindern ein eigenes Einkommen zu generieren.

Karangatha

Auch in Karangatha arbeiten wir mit den einheimischen Bauern zusammen. Mehr 70 Kinder befinden sich in unserem ora-Patenschaftsprogramm, werden also gesund ernährt, medizinisch versorgt und können regelmäßig in die Schule gehen. Aber ihre Eltern nehmen am "ora-Patenschaftsprogramm" teil. Sie sind Teilnehmer unseres Landwirtschaftsprojekt in Karangatha.

 

Auf einem zwei Hektar großen Acker erlernen sie moderne Anbaumethoden sowie den ökologischen Umang mit der Natur. Auf dem Feld werden Süßkartoffeln und Kohl angebaut. Das Projekt konnte bereits vier erfolgreiche Ernten verzeichnen (Stand: Herbst 2017).

Patenschaftsprogramm

In unserem ora-Patenschaftsprogramm befinden sich derzeit etwa 200 Kinder aus Kinari und Karangatha. Während ihre Eltern an den Einkommen schaffenden Maßnahmen teilnehmen, gehen die Kinder in die Schule. Außerdem werden sie gesund ernährt, haben ausreichend Kleidung und Schulmaterial und erhalten, wenn nötig, Medikamente.

Wir würden gerne noch viel mehr helfen.
Helfen Sie uns dabei. Machen Sie mit.
Bekämpfen Sie gemeinsam mit engagierten Partnern die Armut in Kinari Kenia.

©  2018 by ora Kinderhilfe international e. V.