Leben in Burundi

Burundi gilt als das ärmste Land der Welt. Knapp 43 Prozent der 11 Millionen Einwohner hungern. Die Hauptgründe dafür sind die hohe Bevölkerungsdichte und die Übernutzung der Böden. Als besonders erschwerend kommt die instabile politische Lage hinzu: Die Präsidentswahlen haben das Land 2015 erneut in eine Krise gestürzt. Folter, willkürliche Verhaftungen und schwere Misshandlungen sind an der Tagesordnung.

Die Not der Bevölkerung

Die Menschen in Burundi leben von etwa 90 Cent am Tag. Die Lebenserwartung liegt bei nur 56 Jahren. Besonders gefährlich ist die Situation für die Kinder. Rund ein Viertel der Mädchen und Jungen zwischen 10 und 14 wird ausgebeutet und muss schwere Kinderarbeit verrichten. Sie werden ausgenutzt, schwer misshandelt oder willkürlich verhaftet. Besonders Mädchen erleiden oft sexuelle und geschlechts-spezifische Gewalt. Oft geraten sie in die Fänge von Menschenhändlern und müssen um ihr nacktes Überleben kämpfen.

Projektarbeit

Zusammen mit unserem Projektpartner „Sojpae“ setzen wir uns in Burundi dafür ein, den Kindern und Jugendlichen eine echte Perspektive zu verschaffen. Wir fördern Bildung, gesunde Ernährung und generieren für Familien Einkommen schaffende Maßnahmen. An drei Orten sind wir in Burundi aktiv:

Gihanga

Nördlich der Hauptstadt Bujumbura liegt Gihanga. Dort unterhalten wir ein Landwirt-schaftsprojekt, eine Ziegenzucht und ein Alphabetisierungsprogramm, in dem die Teilnehmer neben lesen, schreiben und rechnen auch in Hygiene, gesunder Ernährung sowie Haushaltsführung geschult werden.

 

Musaga

In Musaga versorgen wir die Kinder regelmäßig mit Schuluniformen und Schulmaterialen. Außerdem haben wir zwei Tanzkurse für Mädchen und einen Fußballverein für Jungen gegründet. So sind die Kinder am Nachmittag sinnvoll beschäftigt und können endlich einmal spielen. Die Familien erhalten ein regelmäßiges Einkommen durch die Herstellung und den Verkauf von Seife. Die Teilnehmer erlernen nicht nur die Herstellung von Seife, ihnen wird auch der Umgang mit Geld sowie Grundkenntnisse in Buchhaltung vermittelt. Besonders armen Familien helfen wir zusätzlich mit Hühnern, Ziegen und Saatgut.

 

In der diesjährigen Hungersnot haben wir zudem ein Ernährungszentrum aufgebaut. Dort erhalten die Menschen Nothilfe (Medizin und Lebensmittel), aber auch Schulungen zu gesunder sowie ausreichender Ernährung. 

Murenge

In Murenge sorgen wir ebenfalls mit Schuluniformen und -materialen für das Wohl der Kinder. Auch hier unterhalten wir eine Ziegenzucht, ein Landwirtschaftsprojekt sowie Alphabetisierungskurse für Erwachsene.

 

 

 

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