Leben in Albanien

Albanien ist eines der ärmsten Länder Europas. Da kaum Waren für den Export produziert werden, sind die Albaner von ausländischer Hilfe und westlichen Investoren abhängig. Allerdings stehen Korruption und organisierte Kriminalität dem wirtschaftlichen Aufschwung im Weg. Die Bevölkerung ist verarmt, Alkoholismus ist weit verbreitet.

Die Not der Bevölkerung

Im Norden Albaniens, in der Umgebung von Fushe-Arrez, Projektstandort der ora Kinderhilfe, sind viele Menschen unterernährt. Sie leben von nichts weiter als Weißbrot und Wasser. Einige Mütter geben ihren Säuglingen Zuckerwasser zu trinken, weil keine Babynahrung vorhanden ist. Des Öfteren treibt die extreme Not Eltern sogar dazu, ihre Babys zu verkaufen oder zu verschenken, da sie nicht mehr imstande sind, sie zu versorgen. Im Winter herrschen extrem niedrige Temperaturen. Doch die Menschen können ihre Häuser und Wohnungen kaum ausreichend heizen, da das Land fast vollständig abgeholzt ist.

Projektarbeit

Über die Hilfsstation in Fushe-Arrez hilft ora den Bedürftigen. Die Ordensschwestern Bernadette Ebenhoch und Gratias Ruf leiten die Station, sprechen den Menschen immer wieder Mut zu und bemühen sich, ihnen neue Perspektiven aufzuzeigen. Selbstlos im Einsatz für die Ärmsten der Armen bringen sie ihnen lebensnotwendige Hilfe. Da es besonders in den Bergen kaum etwas zu kaufen gibt, sind Hilfstransporte von äußerster Wichtigkeit. ora sendet alle zwei Monate einen LKW zur Hilfsstation. Neben Nahrungsmitteln, Kleidung und Schuhen sind oft auch Säuglingsnahrung, Baumwollwindeln, Hygieneartikel, Vitaminpräparate, Medikamente und Verbandsstoffe an Bord.

Patenschaftsprogramm

Die Kindertagesstätte unserer Hilfsstation bietet eine liebevolle Umgebung für derzeit ca. 70 Mädchen und Jungen und sorgt für eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Eltern wissen ihren Nachwuchs dort gegen ein geringes Entgelt gut betreut. Die Gebühr richtet sich nach dem Einkommen und übersteigt keinesfalls vier Euro monatlich. In unserem Patenschaftsprogramm mit insgesamt über 140 Kindern sind sowohl Kinder aus der näheren Umgebung, die in der Tagesstätte betreut werden, als auch Kinder aus weiter entfernten Bergdörfern.

Medizinische Versorgung

Die Gesundheitsversorgung in Albanien ist mangelhaft. Nieren- und Hauterkrankungen sowie Darminfektionen sind weit verbreitet, auch Tuberkulose tritt vermehrt auf. Besonders die Abwehrkräfte von Kindern sind deutlich geschwächt. Hilfe leistet unsere Ambulanz in Fushe-Arrez. Zweimal wöchentlich behandeln zwei albanische Ärzte gemeinsam mit der ausgebildeten Krankenschwester Bernadette Ebenhoch kranke Menschen und geben Medikamente gegen einen symbolischen Betrag aus.

Wir würden gerne noch viel mehr helfen.
Helfen Sie uns dabei. Machen Sie mit.
Bekämpfen Sie gemeinsam mit engagierten Partnern die Armut in Albanien.

©  2017 by ora Kinderhilfe international e. V.