Zwei "Vierecke" in Äthiopien

Hessisches Ehepaar opfert seinen Urlaub für den Bau einer Schule in Äthiopien

 

Berlin im Oktober 2018:

In wenigen Tagen geht es los und so langsam steigt die Aufregung bei Andrea und Konrad Viereck.

 

Das Ehepaar steht in den Startlöchern für seine Reise nach Äthiopien. „Wir waren noch nie da, sagt Andrea Viereck. „Aber familiär führen viele Verbindungen nach Äthiopien, so sind wir gespannt, das Land nun direkt und persönlich kennen zu lernen.“

 

Anstatt den wohlverdienten Jahresurlaub am Meer oder in den Bergen zu verbringen, nichts zu tun und die Seele baumeln zu lassen, haben die Vierecks beschlossen, anderen zu helfen. Komplett auf eigene Kosten und auf eigene Verantwortung wagen die Vierecks dieses Abenteuer. „Das gehört einfach zu uns“, beschreibt Konrad Viereck das freiwillige Engagement. Die beiden Mitte Fünfzigjährigen gehören diversen Initiativen an und sind in verschiedenen Vereinen aktiv.

Hilfe beim Innenausbau der Schule

 

Nun gehen sie über ora Kinderhilfe als Volontäre nach Hadha, einem äthiopischen Bergdorf. Dort baut ora Kinderhilfe seit einem Jahr eine Schule. Seit letztem Monat besuchen bereits die ersten Kinder den Unterricht. Doch der Innenausbau hat gerade erst begonnen. „Es ist alles noch sehr spartanisch“, sagt Andrea Viereck. „Es gibt noch viel zu tun und wir hoffen, in den vier Wochen einiges erreichen zu können.“

 

Konrad Viereck hat sich als Zimmermeister bereits hier in Deutschland noch Akkuschrauber, Stichsäge und andere Utensilien besorgt. „Weil wir für uns nur das Nötigste mitnehmen, bleibt genug Platz für das Werkzeug“, erklärt er. Damit will er Stühle, Schulbänke sowie Regale und Schränke zur Ausstattung der Klassenzimmer und der Schulküche bauen. Seine Frau wird ihm helfen, wünscht sich aber auch die Kinder in Englisch unterrichten zu können. Beide möchten möglich viel Kontakt zu den Kindern und den Familien in Hadha aufnehmen.

Schlafen und wohnen in der Schule

Dafür verzichten sie auch auf die Annehmlichkeiten eines Hotels. Sie schlafen, essen und wohnen in einem Teil der Schule. „So sparen wir uns den täglichen Weg zur nächstgrößeren Stadt und haben direkter Kontakt zu den Bewohnern im Dorf“, erklärt Andrea Viereck das ungewöhnliche Unterfangen. Beide sind afrikaerfahren und machen sich keine Sorgen wegen des niedrigen Lebensstandards. Es gibt kein fließendes Wasser, keinen Strom und keine Heizung. Beide sind dennoch optimistisch: Sie mögen das Abenteuer.

 

Ihr größter Wunsch für die Reise ist es, die Menschen vor Ort und ihre Situation besser verstehen zu können. Sie möchten Freundschaften schließen und sagen können: „Wir kommen im nächsten Jahr wieder“.

©  2018 by ora Kinderhilfe international e. V.