Sommerferien in Zeiten von Corona

Bisher haben wir jedes Jahr Zeltlager in Rumänien und Moldawien veranstaltet. Das muss dieses Jahr ausfallen. Dennoch versuchen wir den Kindern aus sozial schwachen Verhältnissen schöne Ferien zu ermöglichen.

Corona trifft  alle - aber nicht alle gleich

 

In weiten Teilen Europas ist das öffentliche Leben zurückgekehrt. Das Corona-Virus prägt jedoch weiterhin - direkt oder indirekt - den Alltag vieler Menschen. Zusätzlich zu den zahlreichen Todesfällen aufgrund von Covid-19 spielen in vielen Ländern neben dem Alter oder Vorerkrankungen, vor allem die finanzielle Situation und der Wohnort eine entscheidende Rolle darüber. Vielerorts leiden die Menschen in Osteuropa zusätzlich an den wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die durch das Virus ausgelöst wurden.

Das Virus verhindert Rumäniens Aufschwung

 

Rumänien erholt sich nur langsam von seiner diktatorischen Vergangenheit und der Finanzkrise 2009. Noch heute zahlt das Land hohe Steuern und Kreditraten an die Europäische Union. Corona hat die Lage armer Familien zusätzlich verschärft: Jedes 10. rumänische Kind wächst heute in als „gefährdet“ einzustufenden Verhältnissen auf.

 

Gewalt, Ausbeutung, Korruption und Kinder- und Menschenhandel, sowie die Diskriminierung von Roma-Kindern sind eine traurige Realität, vor allem in den ärmeren Teilen Rumäniens. Obwohl die Lebenshaltungskosten vergleichbar sind mit denen in anderen Ländern Europas, liegt das durchschnittliche Monatseinkommen bei nur 700 €. Die Menschen, die wir versorgen, verdienen meist nicht einmal die Hälfte davon.


Rumänien und Moldawien gehören zu den ärmsten Ländern der Europäischen Union.

 

Moldawien weist eine hohe Anzahl an Arbeitsemigranten auf. Zurück bleiben die Kinder und die Alten. Schätzungen belaufen sich auf 200.000 Kinder, die elternlos in Heimen oder auf der Straße leben müssen. Die älteren Menschen haben niemanden, der sich um sie kümmert. Krank und pflegebedürftig fristen sie oft ein einsames Dasein.

 

Das Corona-Virus hat die Situation verschärft. Durch die strengen Ausgangsbeschränkungen konnten sich die Menschen auch gegenseitig nicht mehr helfen.

Schenken Sie unseren 500 Patenkindern in Rumänien und Moldawien einen Supersommer!

 

Auch wenn die Einschränkungen nun mehr und mehr nachlassen, ist noch keine wirkliche Entspannung in Sicht. Unsere jährlichen Zeltlager für unsere über 500 Patenkinder mussten wir absagen. Darauf hatten sich die Kinder immer sehr gefreut. „In den Urlaub“ fahren kennen sie sonst nicht.

 

Nun planen wir Tagesausflüge und Einzelaktivitäten. Bitte helfen Sie uns, diese durchzuführen. Noch braucht es Materialen dafür: Bälle, Federballspiele, Badeanzüge, Taucherbrillen etc.

 

Auch wenn den Kindern vieles im Alltag fehlt und sie sozial benachteiligt sind, möchten wir ihnen eine Freude machen und ihnen eine Auszeit von ihrem oft unglücklichen Alltag schenken. Lassen Sie uns das gemeinsam tun. Mit Ihrer Spende wird das möglich.

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