Sierra Leone: Weniger ist leer

Die Corona-Krise hat die Armut in Sierra Leone dramatisch verschärft. Direkt und indirekt forderte das Virus in den letzten Monaten viele Opfer. Der Hunger und seine Folgen nehmen ein verheerendes Ausmaß an. Experten sagen, dass die Pandemie den afrikanischen Kontinent um Jahre zurückgeworfen hat.

Der Lockdown fordert seinen Tribut

Von April bis Oktober verhängte Sierra Leone eine sechsmonatige Ausgangssperre, um das Risiko einer Infektion zu minimieren. Viele Menschen verloren infolgedessen ihr Einkommen – ersatzlos, da die Märkte, auf denen sie ihre Ernte verkaufen, von einem Tag auf den anderen geschlossen wurden. Auch unsere Bäckerei in der Nähe der Hauptstadt Freetown war von dieser Maßnahme betroffen. Alle dort beschäftigen Frauen verloren ihr Einkommen. Damit konnten sie weder ihre hohen Miete in der Hauptstadt zahlen noch sich Nahrungsmittel oder medizinische Versorgung leisten.  

Laut World Food Programm wird die Pandemie weltweit 150 Millionen Menschen in extreme Armut stürzen. In Sierra Leone waren Hunger und Armut seit 1998 kontinuierlich gesunken. Vor der Corona-Pandemie konnten sich mehr als 70 Prozent der Menschen zwei Mahlzeiten leisten. Nun lebt die Hälfte der Bevölkerung von einer bis keiner Mahlzeit am Tag. Mangel- und Unterernährung erhöhen die Anfälligkeit für Folgeerkrankungen. Wer jetzt zum Arzt muss, kann sich das noch weniger leisten als zuvor.

Corona verstärkt den Hunger

Die Anzahl von Kinderehen steigt

Laut UN ist die Zunahme von Kinderehen ebenfalls auf die Corona-Krise zurückzuführen. Armut und Verzweiflung zwingen viele Familien dazu, ihre minderjährigen Töchter zu verheiraten. Die Mitgift sichert diesen Familien das Überleben, allerdings zu einem hohen Preis. Verheiratete Mädchen werden oft aus ihrem bisherigen sozialen Umfeld herausgerissen und in ihrem neuen Zuhause isoliert. Des Weiteren sind junge Ehefrauen einem höheren Risiko an häuslicher Gewalt ausgesetzt.

ora Kinderhilfe schafft Perspektiven

 Helfen Sie auch in diesen schweren Zeiten! Setzen sie mit ihrer Spende Hoffnung an die Stelle von Trostlosigkeit ein.

In diesen Krisenzeiten bieten Patenschaften bei ora Kinderhilfe die nachhaltigste Form der Unterstützung. Sie sichern die Grundversorgung der Familien mit Nahrung, Kleidung und Bildung, so dass sich diese nicht gezwungen sehen müssen, ihre Töchter zu verheiraten. Besonders zum Schutz der Mädchen ist eine Patenschaft sinnvoll.

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