Sierra Leone: Gesundheit macht Schule

Menschen mit niedriger Bildung sind häufiger krank und haben eine geringere Lebenserwartung. Soziale Ungleichheit ist im Globalen Süden besonders ausgeprägt. Dabei trägt Bildung in Ländern wie Sierra Leone entscheidend dazu bei Gesundheit und Gerechtigkeit zu fördern. Sie erhöht die Überlebenschancen vieler Menschen.

Die Folgen des 11-jährigen Bürgerkriegs sind bis heute in Sierra Leone schmerzlich zu spüren. Häuser und Schulen wurden zerstört sowie das Leben Millionen von Menschen. Drei von sechs Millionen Menschen sind bitterarm. Die Hälfte der Bevölkerung ist Analphabet. Jedes zweite Kind muss arbeiten, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen.

Armut wird vererbt

Kinder armer Familien gehen deutlich weniger zur Schule als Kinder nicht-armer Eltern. Sie bleiben dem Unterricht fern, weil sich die Eltern oftmals die Schulausstattung nicht leisten können. Auch wenn der Schulbesuch kostenfrei ist, verlangt die Ausstattung mit Büchern, Schuluniformen, Schreibmaterialien sowie „Boni für die Lehrkräfte“ den Eltern finanziell zu viel ab.

Dadurch wächst eine Generation heran, die in ihrem ganzen Leben weder das Alphabet lernt noch welchen Einfluss Hygiene, gesunde Ernährung und sauberes Wasser auf ihre Gesundheit haben. Etwa die Hälfte der afrikanischen Bevölkerung leidet an Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser verursacht werden. Oft fehlt beides:  Zugang zu Wissen und Zugang zu sauberem Wasser.

Im Dorf „3 Miles“ teilen sich 600 Menschen zwei Toiletten. Die meisten verrichten ihre Notdurft im Freien. Gerade zur Regenzeit kommt es durch Überschwemmungen zu verunreinigten Trinkwasserbrunnen. Dadurch verbreiten sich Krankheiten wie Cholera und Durchfall. Besonders für Kinder und unterernährte Erwachsene sind sie lebensbedrohlich.

Wissen schützt die Gesundheit

Grundlegendes Wissen über den Zusammenhang zwischen dem Toilettengang, Händewaschen und Hygiene schützen vor Krankheiten und helfen den Menschen eine Handlungskompetenz zu erwerben und eine gesundheitsförderliche Lebensweise zu entwickeln. Aufklärung stellt die wichtigste Gesundheitsvorsorge dar.

ora Kinderhilfe setzt sich in Sierra Leone aktiv für Bildung und Gesundheit ein. In 3 Miles haben wir die erste Dorfschule gebaut und ermöglichen damit 150 Mädchen und Jungen den Zugang zu Bildung. Hygieneschulungen und Gesundheitsaufklärung finden sowohl für Kinder als auch für Erwachsene statt. Zusätzlich wurden hygienische Trockentoiletten gebaut und die Menschen über Hygiene und Prävention aufgeklärt.

Bitte helfen Sie Bildung zu fördern. Wissen erhält gesund und hilft Leben zu retten.

©  2020 by ora Kinderhilfe international e. V.

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