Moldawien: Damit Bildung und Beziehungen nicht auf der Strecke bleiben

Das "Esther-House"
Das "Esther-House"

Die Corona-Pandemie beeinflusst das Leben und Lernen weltweit. Durch die Maßnahmen und Einschränkungen werden Bildungschancen geschmälert und gerade in armen Ländern wie Moldawien bestehende Ungleichheiten verstärkt. Für eine ganze Generation steht dort die Zukunft auf dem Spiel.

Ludmila (10) ist erleichtert. Sie gehört zu den ersten, die unser Tageszentrum „Esther House“ unter Hygieneauflagen wieder besuchen darf. Dort macht sie mit anderen Kindern ihre Hausaufgaben und erhält eine warme Mahlzeit. Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown hatten Ludmilas Situation dramatisch verschlechtert. Ihr fehlten das Lernen und Spielen. Wie viele andere Kinder drohte Ludmila zu vereinsamen.

Moldawien ist eins der ärmsten Länder Europas

Ludmila freut sich.
Ludmila freut sich.

Fast ein Drittel der Moldauerinnen und Moldauer finden in ihrer Heimat keine Arbeit. Ähnlich geht es auch Ludmilas Familie. Schon vor der Pandemie lebte sie am Rande des Existenzminimums. Ihr Vater hielt die Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Ludmila ist das älteste von drei Kindern und wohnt mit ihrer Familie in einem Dorf in Moldawien. Da ihre Mutter Analphabetin ist, kann sie ihr nicht bei den Schulaufgaben helfen. Diese Unterstützung fand Ludmila im Kindertageszentrum. Dort konnte sie zusätzlich an Freizeitangeboten teilnehmen, mit Freundinnen spielen und ausgelassen sein.

Dann kam Corona

Die Schulen mussten schließen und damit auch die Tageszentren. Das Lernen wurde nach Hause verlagert und das warme Schulessen entfiel. Da es in Ludmilas Familie weder Internet noch einen Computer gibt, konnte sie nicht am Online-Unterricht teilnehmen. Ludmila fühlte sich ausgeschlossen und hatte Angst den Anschluss zu verlieren. Das Lernen und der Kontakt zu ihren Freundinnen fehlten ihr. Für ihren Vater, der sich im Dorf gelegentlich etwas Geld dazu verdiente, fiel jegliche Einkommensquelle weg. Die finanzielle Not wurde immer größer.

ora Kinderhilfe hilft

Während des Lockdowns verteilte das „Esther House“ Lebensmittelpakete, die das Überleben von Ludmilas Familie retteten. Ende 2020 öffneten die Schulen und Tageszentren endlich wieder. Kinder wie Ludmila atmeten erleichtert auf. Der Besuch des Tageszentrums stellt für sie einen wichtigen Schritt zurück ins Leben dar. Dort kann sie den verpassten Unterricht nachholen und hat wieder mehr Austausch und Struktur in ihrem Alltag.

Freizeitzentrum "Ester-House"
Freizeitzentrum "Ester-House"

Seit 1992 ist ora Kinderhilfe in Moldawien aktiv und unterhält fünf Kindertageszentren. Dort bekommen über 300 Kinder menschliche Wärme, Unterstützung und Trost.­

Ihre Spende hilft Kindern wie Ludmila, den Anschluss zu behalten! Unterstützen Sie unsere Tageszentren mit Ihrer Osterspende!

©  2021 by ora Kinderhilfe international e. V.

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