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"Die Kuh ist mein Kompagnon."

Flora aus Ruanda erzählt:

Ich bin 61 Jahre alt. Wenn ich an mein Leben denke, muss ich oft weinen. Der schlimme Völkermord in meinem Heimatland Ruanda ist jetzt bald 30 Jahre her. Aber trotz der vielen Jahre kann ich nichts vergessen.

 

Meine fünf Kinder und meinen Mann haben sie damals umgebracht. Ich selbst war schwer verletzt und habe nur mit Glück überlebt. Alles an meinem Körper tat mir weh, mein Bein war gelähmt, mein Körper voller Infekte. Aber viel schlimmer schmerzten mich die seelischen Wunden. Lange Zeit habe ich allein in meiner Hütte in Bicumbi gelebt. Ich wollte niemanden sehen und mit niemandem sprechen. Ich dachte immer: Hätten sie mich damals doch auch getötet.

 

Aber dann kamen die Leute von ora Kinderhilfe zu uns ins Dorf. Sie haben mir eine Kuh gegeben. Und durch die Kuh kehrte mein Lebensmut zurück. Wegen ihr musste ich morgens aufstehen. An ihrem Fell konnte ich weinen. Meine Kuh ist warm und weich. Sie bleibt bei mir und sie versorgt mich. Ihre Milch kann ich trinken und verkaufen. Ohne meine Kuh hätte ich niemals meine Küche bauen können. Die Kuh ist mein

Kompagnon.

 

Eure Flora

Hintergründe zu Flora aus Ruanda

Vor jetzt fast 30 Jahren fand in Ruanda einer der schlimmsten Völkermode der Geschichte statt. Zwischen April und Juli 1994 wurden fast eine Million Menschen ermordet. Seitdem gilt Ruanda als das Land der Witwen und Waisen. Eine dieser Witwen ist Flora. Der Genozid hat ihre ganze Familie ausgelöscht. Sie selbst war schwer verwundet und jahrelang traumatisiert.

 

Heute herrscht Frieden in Ruanda. Aber das Land hat sich immer noch nicht von den Folgen erholt. Die Menschen sind arm, immer wieder kommt es zu Hungersnöten, die seit den letzten Jahren durch den Klimawandel verstärkt werden. Besonders betroffen davon sind die durch den Genozid verarmten und traumatisierten Frauen auf dem Land.

 

ora Kinderhilfe setzt sich seit 2006 für die Opfer des Genozids in Ruanda ein. Zusammen mit unserem lokalen Partner 'solace ministries' sorgen wir dafür, dass die Frauen und Kinder seelsorgerlich und psychologisch betreut werden, generieren Einkommen schaffende Maßnahmen, vergeben Mikrokredite und Tiere, die wir wie bei Flora ganz bewusst auch therapeutisch einsetzen. Eine Kuh gibt viel mehr als Milch. Sie gibt Sicherheit, Selbstvertrauen und eine Aufgabe. Zugleich tragen die Tiere dazu bei, den Lebensunterhalt zu sichern.

 

Ruanda zählt zu den größten Projekten von ora Kinderhilfe. Wir versorgen dort etwa 500 Patenkinder. Weil auch ihre Geschwister und Mütter davon profitieren, wird so ca. 1.500 Menschen täglich geholfen.

 

Um auf die Situation der Frauen in Ruanda aufmerksam zu machen, hat ora Kinderhilfe 2019 zusammen mit dem international renommierten Fotografen Olaf Heine das Projekt „Rwandan Daughters“ gestartet.

 

Dabei entstanden ist ein wundervoller Bildband, der die Stärke und Kraft der "Rwandan Daughters" portraitiert. Mit dem Kauf eines Buches unterstützen Sie unsere sozial-therapeutische Arbeit in Ruanda. Hier finden Sie mehr Informationen dazu.

 

Wenn Sie ein Buch für 60,00 EUR inkl. Verpackung und Versand bestellen möchten, melden Sie sich gerne bei uns. Alle Erlöse aus dem Verkauf fließen direkt zu den "Rwandan Daughters" zurück. Mit Ihrem Kauf unterstützen Sie unsere Hilfsmaßnahmen.

 

Wenn Sie die "Rwandan Daughters" mit einer Spende unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier. Alle Spenden sind steuerabzugsfähig. Sie erhalten automatisch eine Bescheinigung fürs Finanzamt, wenn Sie Ihre Adresse angeben.

 

Herzlichen Dank für alle Hilfe für die Frauen Ruandas.

©  2022 by ora Kinderhilfe international e. V.

Hunger in Afrika

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