Heuschrecken in Kenia vernichten Lebensgrundlage

Milliarden von Heuschrecken bedrohen die Menschen in Ostafrika

Riesige Schwärme von Heuschrecken überziehen die Länder Äthiopien, Kenia und Somalia. Auch unsere Landwirtschaftsprojekte in Kenia in Karangatha und Kinari sind in Gefahr.

 

Die Schwärme sind 40 x 60 km groß. Das sind 2.400 Quadratkilometer - fast so groß wie das Saarland. Die Insekten fressen binnen Minuten alles weg. Wie ein Mähdrescher überziehen sie das Land und vernichten die gesamte Vegetation.

Die sowieso schon von Armut, Dürren und Überschwemmungen geplagten Kenianer finden keine Ruhe. Die Menschen haben Angst vor einer Hungersnot. Bereits jetzt sind die Ernteausfälle so groß, dass sie nicht wissen, wie sie die nächsten Monate überleben sollen. Die Kleinbauern leben auch bei normalen Bedingungen unter der Armutsgrenze. Die Heuschrecken vernichten ihre einzige Lebensgrundlage, die sie haben. Viele Menschen sind verzweifelt und haben große Angst.

 

Die staatlichen Behörden sind überfordert. Der Einsatz von Insektenmitteln geschieht zu langsam und zu wenig. Niemand war auf eine solche Katastrophe vorbereitet. Heuschrecken sind in Ostafrika nichts ungewöhnliches. Doch dieses Ausmaß geht weit über das normale Maß hinaus. Seit 25 Jahren hat es eine solche Katastrophe nicht gegeben.

 

Schuld daran ist das Wetterphänomen des Indischen-Ozean-Dipol. Die natürliche Schwankung der Wassertemperaturen hat Ostafrika sehr viel Regen beschert. Erst kamen die Überschwemmungen, dann die Heuschrecken. Die Nässe bietet optimale Bedigungen zur Vermehrung der Wüstenheuschrecke. Auf diese Weise sind Milliarden des Ungeziefers in den letzten Wochen entstanden. Mithilfe von Winden verteilen sie sich nun über ganz Ostafrika.

 

Nur mit dem großflächigen Sprühen von Insektenspray lässt sich die Ernte retten. Wir helfen mit dem Kauf von Insektenmittel und der Anschaffung von neuem Saatgut. Bitte helfen Sie mit und spenden Sie für die Kinder und Familien in Kenia.

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