Jesus.de spendet 4.000 Euro für die "Zukunftsbäckerei"

Bäckerei in Sierra Leone kann damit weiter ausgebaut werden

Die Freude kennt gerade keine Grenzen in Sierra Leone. Die Frauen haben gesungen und getanzt, als sie erfuhren, dass durch Jesus.de 4.000 Euro der Bäckerei zu Gute kommen.

 

„Ich danke von Herzen allen Spenderinnen und Spendern für ihre Großzügigkeit. Es tut gut zu wissen, dass uns die User von Jesus.de bei unserer Entwicklungszusammenarbeit zur Seite stehen", freut sich auch Jochen Hackstein. „Die Spenden über Jesus.de helfen uns sehr, dass Projekt einen weiteren Schritt voran zu bringen."

Nächste Schritte durch die 4.000 Euro

 

Mit den 4.000 Euro von Jesus.de sollen nicht nur weitere Backutensilien angeschafft, sondern auch kleiner Laden in der Hauptstadt Freetown angemietet werden.“ Bei dem täglichen Verkauf der Backwaren haben wir bemerkt, dass die Lagerung und die Präsentation der Erzeugnisse professioneller werden muss“, berichtet Glorius Salamatu Bah, Projektverantwortliche vor Ort. „Daher brauchen wir ein Geschäft, in das die Kunden gehen können. Außerdem schaffen wir so wieder weitere Arbeitsplätze, denn in dem Geschäft werden wir Verkäuferinnen und Reinigungskräfte benötigen. Vielleicht auch einen Fahrer, der die Backwaren täglich von der Bäckerei nach Freetown liefert."

Die "Zukunftsbäckerei"

 

ora Kinderhilfe international e.V. hat die Bäckerei in Sierra Leone ins Leben gerufen.

 

Nachdem die christliche Entwicklungshilfeorganisation 2014 bis 2015 Nothilfe in der Ebola-Krise geleistet hat, haben die Mitarbeiter 2016 den Betrieb aufgebaut. „Uns war klar, dass es hier mehr braucht, als lediglich ein ‚Pflaster‘“, berichtet Hackstein. „Die Menschen, besonders die Frauen waren ohne Hoffnung. Sie wussten nicht, wie sie ihr Leben nach all dem Leid und den Verlusten, die sie durch den Ebola-Tod ihrer Männer, Verwandten und Kinder erlebt hatten, weiterleben sollten.“

 

Die Möglichkeit, einen echten Beruf sowie lesen und schreiben zu lernen, hat den Frauen aus der Krise geholfen. Auf einmal mussten sie morgens aufstehen, um zur Arbeit und zur „Berufsschule“ zu gehen. Ihr Tag hat durch den regelmäßigen Unterricht und das Arbeiten in der Bäckerei eine feste, verlässliche Struktur bekommen. Ihre Kinder sind ora-Patenkinder geworden und können seitdem regelmäßig zur Schule gehen. Das alles war im Jahre 2016.

Endlich eine Lebensgrundlage

 

Heute verfügt die Bäckerei über 16 Auszubildende. Sie sind in vier Gruppen eingeteilt.

 

Manche von ihnen lernen Brot zu backen, andere erwerben die Kenntnisse einer Kuchenbäckerin.

 

Insgesamt werden sechs verschiedene Produkte täglich in der Bäckerei angefertigt. Die Backwaren werden zudem selbstständig von den Frauen verkauft. So werden sie zusätzlich in ökonomischen Handeln geschult. Nach etwa sechs Monaten schließt die Ausbildung mit einem Zertifikat ab - was für hiesige Verhältnisse sehr ungewöhnlich und professionell ist. „Mit diesem Konzept schaffen die Frauen sich selbst eine Lebensgrundlage. Selbstbewusst und gut ausgebildet werden sie in die Lage versetzt, selbstständig und in Würde für ihren Lebensunterhalt zu sorgen“, erklärt Hackstein das Ziel dieser Entwicklungshilfe.

Wir freuen uns sehr und sagen "Herzlichen Dank".

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