Burundi nach der Wahl

Das kleine ostafrikanische Land hat am 20. Mai einen neuen Präsidenten gewählt. Außerdem ein neues Parlament und neue kommunale Vertreter.

Wahlbeobachter sprechen von Unregelmäßigkeiten. Die Oppositionellen nennen es Wahlbetrug. Schon im Vorfeld der burundischen Präsidentschaftswahlen hatte es massive Ausschreitungen gegeben. Gewalt, eine Explosion mit mehreren Verletzten, die Ausweisung mehrerer WHO-Mitarbeiter sowie die Leugnung des Corona-Virus hatten zu einer immer stärkeren Anspannung in der Bevölkerung geführt.

Wahlergebnis stand bereits vorher fest

 

Für das Wahlergebnis spielt das keine Rolle . Der neue Präsident heißt Évariste Ndayishimiye. Er gilt als enger Verbündeter des scheidenden Amtsinhabers. Dieser, namentlich Pierre Nkurunziza (55) genannt, war in dem kleinen Land äußerst umstritten. Im Zuge der letzten Wahlen hat er die Verfassung ändern lassen, so dass es ihm ermöglicht wurde, statt der zwei Amtszeiten drei Legislaturperioden auszuüben. Mit viel Gewalt und mehreren Verhaftungen von unschuldigen Bürgern und Kindern war die Wahl damals begleitet wurden.

Das Elend bleibt

 

Und auch jetzt haben die Menschen in Burundi wenig Hoffnung, dass sich etwas zum Besseren verändert. Frei, geheim und demokratisch ist die Wahl am Mittwoch nicht vonstatten gegangen.

Menschenrechtsverletzungen stehen an der Tagesordnung, Presse- und Versammlungsfreiheit gibt es nicht. Wirtschaftslich liegt das Land völlig am Boden. Der Machtmißbrauch wird vermutlich fortgesetzt und das Elend der Bevölkerung damit weiter verschlimmert.

Rund 65 Prozent der 12 Millionen Einwohner gelten als absolut verarmt. Rund 8 Millionen Menschen hungern. Sie leben von der Hand in den Mund und wissen nicht, wie sie den morgigen Tag überstehen sollen. Die wenigsten Erwachsenen können lesen und schreiben. Vermeidbare Krankheiten begleiten  das Schicksal vieler Familien.

 

Besonders prekär ist die Lage für die Kinder. Hilflos ausgeliefert können sie nur hoffen, dass man sie nicht ganz vergisst. Wir helfen an drei Orten in Burundi. Ernährungssicherheit ist das oberste Ziel in unseren Bemühungen für das kleine Land. Auch um Bildungsmöglichkeiten und Einkommen schaffende Maßnahmen kümmern wir uns.

Die Menschen brauchen Hilfe

Um noch mehr helfen zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Bitte helfen Sie uns, das Elend der Menschen zu lindern.

 

Mit einer ora-Patenschaft verhelfen Sie einer ganzen Familie zu einer besseren Zukunft. Sie unterstützen ein Kind, so dass es ernährt, gekleidet und medizinisch versorgt ist. Gleichzeitig sorgen Sie dafür, dass die Eltern ein Auskommen durch unsere Einkommen schaffenden Maßnahmen erhalten.

EXTRA:

 

Human Trafficking, auf deutsch Menschenhandel, ist ein weit verbreitetes, häufig wenig beachtetes Thema. In Burundi ist es ein großes Problem. Mädchen und junge Frauen werden verschleppt, versklavt, misshandelt und zur Prostitution gezwungen. Auch als Kindersoldaten und zu Kinderarbeit werden Mädchen und Jungen gezwungen.

 

Als ora Kinderhilfe arbeiten wir daran, Kinder für ihre Rechte zu sensibilisieren, sie darüber aufzuklären und sie zu schützen. Allein im letzten Jahr haben wir über 50 "Kinderrechte-Botschafter ausgebildet, die an unseren Projekt-Standorten dafür sorgen, dass Kinderrechte beachtet und eingehalten werden.

 

Dem Berliner Rock-Duo PALAST ist es ein Herzensanliegen. In einem remake des Roy Orbison Klassikers „Oh, Pretty Woman“widmet sich das Duo der Dramatik des Themas.

 

Wir, die wir in Burundi präventiv daran arbeiten, dass Mädchen und Frauen nicht Opfer von Verschleppung und Gewalt werden, wertschätzen das Engagement.

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