Eines der ausdrucksstarken Motive des Projektes
Eines der ausdrucksstarken Motive des Projektes

Ruanda - 25 Jahre nach dem Genozid

Vor 25 Jahren geschah in Ruanda einer der schlimmsten Völkermorde der Geschichte. Das einzigartige Projekt "Rwandan Daughters" würdigt die überlebenden Frauen.

 

Bis zu einer Million Menschen fielen im Jahr 1994 dem Völkermord der Hutus an den Tutsi zum Opfer. Die Zahl der Witwen stieg dabei ins Unermessliche; seit 1994 gilt Ruanda als das Land der Witwen und Waisen. 80 Prozent der Überlebenden sind Frauen. Zwischen 250.000 und 500.000 der Frauen wurden laut Schätzungen vergewaltigt.

 

Heute leben Täter und Opfer oft Tür an Tür. Und während Frauen in der
ruandischen Gesellschaft in den vergangenen 25 Jahren an Einfluss gewonnen haben, leben die Opfer der Vergewaltigungen und ihre Kinder ausgegrenzt mit dem Stigmata der Witwen und Waisen. Traumatisiert und verarmt fristen sie ein einsames Dasein. Viele von Ihnen leben mit dem HI-Virus bzw. mit Aids. Sie wurden von den Tätern bewusst infiziert.

Olaf Heine (rechts im Bild) portraitiert Mütter und Töchter ehrenamtlich für ora Kinderhilfe
Olaf Heine (rechts im Bild) portraitiert Mütter und Töchter ehrenamtlich für ora Kinderhilfe

Das Fotoprojekt "Rwandan Daughters" gibt Zeugnis von der Kraft und Würde dieser Frauen. In ausdrucksstarken Bildern hat der Fotograf Olaf Heine in Zusammenarbeit mit spring brand ideas und ora Kinderhilfe zwischen 2016 und 2018 Frauen und Mütter portraitiert - in Ruanda, Seite an Seite am Ort des Geschehens. Die Bilder werden zum 1. April 2019 in einem Bildband veröffentlicht. Neben den kraftvollen Fotos enthält das Buch verschiedene Essays und kurze Wortmeldungen der portraitierten Frauen.

 

 

In einer Ausstellung werden die Bilder zudem der Öffentlichkeit präsentiert. Auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen, und dabei gleichzeitig mehr Unterstützung für die Frauen zu finden, sind Ziele des Projektes. Die ruandischen Frauen besitzen eine besondere Stärke. Die würdevolle Kraft, mit der sie ihr Leben nach dem Genozid wieder aufgebaut haben, sind enorm beeindruckend“, erklärt Jochen Hackstein, Vorstand von ora Kinderhilfe. Durch den Genozid und die Vergewaltigungen gerieten die Frauen an einen Wendepunkt in ihrem Leben. Sie haben es geschafft, sich aus dem Hass und der Verbitterung zu befreien. "Das verdient unsere Achtung und unsere Untersützung, damit sie auch wirklich ein würdevolles Leben führen können", so Hackstein.

Bereits seit 13 Jahren engagieren wir uns als ora Kinderhilfe in Ruanda. Zusammen mit unserem lokalen Partner 'solace ministries' kümmern wir uns besonders um Frauen und ihre Kinder. In sieben Regionen sorgen wir dafür, dass die Frauen und Kinder seelsorgerlich und psychologisch betreut werden, generieren Einkommen schaffende Maßnahmen, vergeben Mikrokredite und Tiere. Die Kinder erhalten regelmäßig Nahrung, Kleidung, Medikamente und eine Schulbildung. Ruanda zählt zu unseren größten Projekten bei ora Kinderhilfe. Wir versorgen in dem kleinen ostafrikanischen Land derzeit etwa 483 ora-Patenkinder. Weil auch ihre Geschwister und Mütter davon profitieren, wird so ca. 1.500 Menschen täglich geholfen.

Das Buch ist ab dem 1. April erhältlich.
Das Buch ist ab dem 1. April erhältlich.

Wenn Sie Interesse am Kauf des Bildbandes haben, melden Sie sich gerne bei uns.

 

Wir senden Ihnen ab dem 1. April 2019 gerne die gewünschten Exemplare zum Preis von 60,00 € zzgl. Porto und Versand (4,95 €) per Post zu.

 

Der Erlös vom Verkauf der Bücher kommt den Müttern und Töchtern in Ruanda zu Gute.

 

Hier können Sie für die Töchter und Mütter aus Ruanda spenden. Ihre Unterstützung hilft den Frauen in Ruanda.

 

Vielen Dank für Ihre Hilfe! 

 

 

©  2019 by ora Kinderhilfe international e. V.